< 2004.10.23

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Samstag 23.10.2004

Gegen 8 fahren wir Richtung Tiras Berge los. Das ist eine schwarz gefärbte Gebirgsformation am Rand der Namib, die einen tollen Kontrast zu dem roten Sand darstellt. Die Straße dorthin ist gut, das Wetter weniger. Einige Fotos später erreichen wir die B4 nach Keetmanshoop, eine befestigte Straße der ersten Kategorie. Hiermit verabschieden wir uns also von den abenteuerlichen Dirt Roads Namibias. Jetzt können wir wohl auf eine ereignislose Weiterfahrt bis zum Ende der Reise hoffen ;-)

Nach nicht ganz 2 Stunden erreichen wir Keetmanshoop, wo wir erstmal Geld abheben, tanken und im Spar noch etwas Proviant nachfassen. Während Harald einkauft, bleibt Sonja sicherheitshalber im Auto, denn die sonst üblichen Parkwächter scheint es hier nicht zu geben und Keetmanshoop ist nicht gerade als sicherste Stadt Namibias bekannt. Kaum ist Sonja allein, wird sie auch schon von einer Jugendlichen nach Kleingeld angebettelt. Mit einer vollen Spar-Einkaufstüte besitzt sie die Frechheit zu behaupten, sie habe Hunger und kein Geld sich etwas zu kaufen. Sonjas Argument, sie habe auch kein Geld, das habe ihr Mann wird sofort akzeptiert. Als Harald mit zwei 5 Liter Kanistern und zwei Tüten zurückkommt, wird auch er von einem weiteren Jungen, den Sonja ebenfalls schon mit Limo aus dem Spar kommen sah, angebettelt. Da der Junge ihm beim einladen hilft, bekommt er einen Dollar. Statt einem "Thank you" gibt's als Antwort aber ein "Just one more". Da fehlen uns einfach die Worte und wir steigen kommentarlos ins Auto und machen uns auf den Weg zur wunderschönen Pension Gessert.

Dort angekommen machen wir uns nach einem kurzen Mittagsimbiss auf zum Köcherbaumwald, dem abschließenden Highlight unserer Reise. Als wir dort aber gegen 15.45 Uhr sehen wir schon die ersten dunklen Wolken am Horizont aufziehen. Sollten uns Darkos Regentänze im fernen Deutschland ein zweites Mal am Fotografieren hindern?

Scheinbar ja, denn die Sonne verzieht sich, bis auf eine ca. 90 sekündige Ausnahme (siehe Bild oben), ziemlich schnell und macht bis zum Sonnenuntergang auch keine Anstalten, noch mal wirklich aufzutauchen. Aus lauter Verzweiflung wird der Blitz aus dem Fotorucksack geholt und muss als Sonnenersatz herhalten (Foto siehe nächster Tag). Befriedigend ist das natürlich nicht und Haralds Laune ist mindestens so schlecht wie am ersten Morgen in der Namib. Wir hoffen also auf den nächsten Tag und fahren zurück zur Pension. Dort angekommen wird unsere Hoffnung aber sogleich wieder getrübt, als wir mit den Besitzern zusammen die Wettervorhersage anschauen. Der Besitzer (er ist Farmer) freut sich, wir sind dagegen nicht gerade begeistert, denn es wird Regen angekündigt. Ob wir wohl ohne Quivertree-Fotos nach Deutschland zurück müssen? Da hilft nur das Prinzip Hoffnung...

Wir gehen Duschen und anschließend ins Hotel Bird's Mansion zum Essen. Wir bestellen zwei superleckere Burger und die Stimmung steigt wieder ein bissel. Mal sehen, was der morgige Tag bringt...

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