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Donnerstag 14.10.2004
Heute ist frühes Frühstück angesagt. Wie schon beim ersten Mal im Falkennest sehr lecker und reichhaltig. Danach schnell alles ins Auto gepackt, bezahlt, verabschiedet und dann ab zum Spar, um sich dort noch mit Saft, Obst und natürlich Wasser zu versorgen. Dann noch schnell den Tank gefüllt und wir schlagen die Straße Richtung Karibib. Unterwegs kommen wir durch Kalkfeld. Das ist bislang mit Abstand die traurigste Stadt unserer Reise. Den Anfang macht eine große Wellblech Siedlung oder besser gesagt Slums. Die restlichen Häuser danach sehen alle recht runter gekommen und teilweise auch verfallen aus. Die Idee Fotos zu machen wird schnell verworfen, da es uns weder moralisch vertretbar noch vernünftig erscheint. Das ist einfach nicht unsere Art der Fotografie.
(Das Bild stammt noch aus dem Etosha, kam aber bisher nirgends unter ;-)
Wenig später erreichen wir Omaruru. Dort finden wir gleich am Ortsanfang eine B&B-Hotel mit (Internet)-Cafe. Dort schnell noch mal Emails abgerufen und zwei SPAM-Mails als anständige Mails eingestuft, leider nicht mit dem eigenen Laptop wie in Outjo, sondern nur mit dem dortigen (einzigen) PC. Der ist, genauso wie die Modemverbindung, schnarch langsam, so dass aus dem schnell mal eben 35 Minuten werden. Aber die Besitzer waren super nett und hilfsbereit.
Danach weiter bis Karibib. Von dort zweigt unsere heutige Route auf eine Dirt Road ab, denn unser Ziel ist heute der "Tsaobis Leopard Nature Park". Die Dirt Road stellt sich ganz schnell als die bislang heftigste heraus. Doch das ist alles nichts gegen die "Straße", auf der wir die letzten elf Kilometer zwischen Eingang zum Park und dem eigentlich Wohnbereich des Parks zurücklegen. Man muss sich das mal vorstellen: 11km vom Gartentor bis zum Haus, da bekommt das "eben mal den Briefkasten leeren" eine ganz andere Bedeutung ;-)
Unser Condor bringt uns aber gut durch die hügelige und steinige Straße bis zur Rezeption. Die Landschaft des Parks scheint auf jeden Fall schon mal sehr interessant. An der Rezeption werden wir von Yolanda empfangen, die uns mit Infos über den Park versorgt und uns anschließend unseren Bungalow zeigt. Er hat zwei Zimmer und ein separates Toiletten- und Duschhäuschen. Alles ist liebevoll eingerichtet und mit vielen Leopardenspuren bemalt. Die ganze Anlage ist recht schön gestaltet, es gibt viele Kakteen, einen Swimmingpool und ein Gebäude mit offenem, aber überdachtem Speise- und Aufenthalts-bereich. Strom aus Steckdosen gibt es nur zu bestimmten Tageszeiten, Warmwasser nur abends, wenn der Ofen neben jedem Duschhäuschen eingeschürt wird. Licht gibt es dafür immer. Das Auto wird ausgepackt und wir machen es uns in unserem Bungalow gemütlich. Einen Kühlschrank gibt es mangels Strom natürlich auch nicht.
Da Sonja sich noch immer nicht richtig fit fühlt, nimmt nur Harald an der Fütterungstour um 16.00 Uhr teil. An Tieren gibt es hier 2 Leoparden, 3 Geparden, 4 Karakals, eine grüne Meerkatze, einen Erdwolf, Hauskatzen und zwei Jagdhunde. Fotomöglichkeiten sind leider sehr eingeschränkt, da die Gehege nicht betreten werden können/dürfen und die Tiere, vor allem die Leoparden, sich gerne verstecken. Die Gehege sind recht groß, lediglich die Karakal-Gehege haben Zoo-Charakter. Dies soll aber sobald als möglich verbessert werden.
Nach der Tour begleitet Sonja, die sich nach einer Runde schlaf jetzt fitter fühlt, Harald zum Pool. Der ist recht angenehm von der Temperatur und Harald geniest die Abkühlung, denn es ist hier tagsüber mit ca. 35°C schon recht heiß. Abends wird es allerdings recht frisch, so daß durchaus eine lange Hose zum Einsatz kommt. Harald bleibt aber bei Shorts ;-)
Das leckere Abendessen wird im Kreis der Familie der Besitzer eingenommen. Anschließend unterhält man sich noch mit den Gästen und Gastgebern, danach geht's ins Bett.
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