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Freitag 15.10.2004
Der Tag beginnt für Harald mal wieder schon um 6, denn die Sonne geht gegen 6.20 Uhr auf und Yolanda hat ihm erlaubt, die Leoparden aus dem Bereich zwischen Barriere und eigentlichem Zaun, in den eigentlich nur die Mitarbeiter dürfen, zu fotografieren. Das ist leider ziemlich umsonst gewesen, denn die beiden Hunde lassen mich nicht in Ruhe und verscheuchen nebenbei die Leopardin in ihren Rückzugsbereich. Reichlich genervt legt Harald sich wieder ins Bett. Nicht nur, daß der Park von den Tieren und Gehegen etc. nicht ganz unseren Erwartungen entspricht (es gab leider keinerlei Infos in Reiseführern oder im Web darüber, lediglich die sehr knapp gefasste Homepage des Parks selbst), nein auch die wenigen Fotomöglichkeiten werden heute von den beiden Hunden zu Nichte gemacht. Nichtsdestotrotz sind es zwei super liebe und fröhliche Hunde, mit denen wir bestimmt noch viel Spaß haben werden.
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Mit etwas Frust im Bauch geht’s zum Frühstück, das wir anschließend zusammen mit einigen der anderen Gäste zu uns nehmen. Es ist wieder sehr lecker und reichhaltig. Dabei lernen wir auch den 1,5 jährigen Johny kennen, den Sohn einer schwarzen Angestellten auf Tsaobis. Er ist leider etwas schüchtern, aber ein ganz süßer Knopf. Mit der Erlaubnis seiner Mutter machen wir ein paar Fotos von ihm. Schüchtern wie er ist, mag er aber nicht so recht in die Kamera schauen.
Wir beschließen den Tag mit Tagebuch schreiben und Bilder ausmisten zu beginnen, was wir auch sehr fleissig tun. Danach legen wir uns erstmal wieder hin, denn Sonja ist noch immer nicht 100% fit und Harald hat noch genügend Schlafmangel vom Etosha NP aufzuholen.
Gegen 16.30 Uhr starten wir unsere Abendwanderung auf dem Klipspringer Trail. Als wir aus dem Bungalow kommen, wartet "Cher", die jüngere der beiden Hunde, schon auf uns. Sie liebt es mit den Gästen wandern zu gehen und hat irgendwie gerochen, dass die beiden Kasper aus Deutschland noch ne kleine Wanderung unternehmen könnten. Wahrscheinlich hat sie gerochen, dass wir unsere Wanderstiefel ausgepackt haben. Für eine Hundenase dürften vor allem Haralds Schuhe schon Kilometer weit wahrnehmbar sein. Also machen wir uns zusammen mit ihr auf den weg. Sie freut sich sichtbar darüber und rennt die meiste Zeit weit vor uns her. Als sie merkt, welchen Weg wir gehen wollen, bleibt sie oftmals genau an der richtigen Stelle stehen, um uns den Weg zu zeigen. Die Landschaft ist wunderschön. Viele Felsen, natürlich viel Sand und jede Menge interessanter Bäume begleiten unseren Weg.
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Harald fotografiert natürlich und Sonja trägt tapfer das Stativ. Spätestens jetzt ist auch sie mit dem Kauf des teureren, aber dafür viel leichteren Carbon-Stativs einverstanden. Gegen Ende unserer Tour sehen wir auf einem entfernten Felsen eine Horde Paviane auf dem Weg zu ihrem Nachtlager. Nachdem wir zurück im Camp sind, wird noch schnell geduscht und dann geht's zum Abendessen. Da wir Momentan die einzigen Gäste sind, entwickelt sich ein sehr interessantes Gespräch mit den beiden Besitzern der Farm.
Müde und zufrieden geht's gegen 11 Uhr in die Heia.
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