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Donnerstag 30.09.2004

Wir wachen mit den ersten Schnakenstichen auf. Zum Glück ist das hier kein Malaria-Gebiet ;-) Harald macht ab sechs Uhr schon die nächsten Geparden-Fotos. Anschließend geht's mit einem Harnas-Mitarbeiter auf Fütterungstour. Zuvor musste allerdings erst der Truck repariert werden. Da dies nicht gelingt, wird auf einen kleineren Ersatztruck umgeswitcht. Wir sitzen auf Bänken auf der Ladefläche eines Pickups und fahren mit einem Anhänger voller Fleisch und anderem Futter zu den einzelnen (sehr großen und weitläufig verteilten) Gehegen. Bei dem Fleisch handelt es sich u.a. um Robbenfleisch, welches ganz schön "riecht".

DieTour ist sehr interessant und wir erfahren eine Menge sowohl über die Farm selber, als auch über die einzelnen Tierarten und die einzelnen Geschichten der auf Harnas lebenden Exemplare. Nach ca. 1 Stunde wird bei den Löwen ein spezieller Stop eingelegt. Jetzt gibt es nämlich nicht nur für die Löwen was zu futtern, sondern auch wir nehmen mitten im "Busch" unser Frühstück ein. An einem dafür vorbereiteten Platz erwartet uns ein reichliches und sehr leckeres Frühstück direkt neben dem Gehege der Löwen.

Danach übernimmt Marlice, eine der drei Geschwister, die Führung und es geht noch mal ca. 1,5 Stunden weiter zu den wirklich großen und zahlreichen anderen Gehegen. Darunter auch eine Fahrt durch ein Gelände mit ca.20 wilden Geparden. Die haben es aber nur auf das Fleisch, das Marlice ihnen zuwirft abgesehen, und nicht auf uns. Die Geparden sind die einzigen, die nie Robbenfleisch bekommen, da sie dieses strikt ablehnen. Wer kann es ihnen in Anbetracht des Geruchs schon verübeln ;-)

Marlice hat ein beeindruckendes Verhältnis zu Ihren Tieren. Man spürt jede Sekunde, dass sie mit ganzem Herzen an ihnen und der Farm hängt. Sie weiß sehr viel über die Tiere und gegen eine extra Bezahlung kann man mit Ihr zusammen Fotos direkt in den Gehegen machen. Dies wird für den nächsten Morgen auch vereinbart...

Nach der Tour gibt es auch schon ein kleines, aber super leckeres Mittagessen und wir legen uns etwas aufs Ohr, da wir durch den verspäteten Flug noch immer ein Defizit haben.

Die Abendtour mit Marlice findet dann zu Fuß statt. Neben den weiteren Tieren wird u.a. auch die kleine Tierklinik und der private Teil der Farm besichtigt. Ein Highlight der Tour ist mit Sicherheit die Begehung des Geheges der drei jüngsten Geparden...Streicheln inklusive! Wir sind super begeistert und Harald wird sofort von einem der dreien in Beschlag genommen und Beine und Arme ausgiebig abgeschleckt. Das fühlt sich ganz schön rauh an, denn die Zunge von Raubkatzen ist um einiges rauher als die von Hauskatzen, da sie damit das Fleisch von den Knochen abbekommen müssen. Zum Glück bleibt die Kamera von der Schleck-Aktion verschont ;-)

Zum Ende der Tour, es ist schon dunkel, werden noch die nachtaktiven Stachelschweine besichtigt und gefüttert, die es aber vorziehen ihre selbst gegrabenen Höhlen nicht zu verlassen.

Nach einem wiederum leckeren Abendessen und einer netten Unterhaltung mit den anderen Gästen und Familienmitgliedern sinken wir müde und glücklich in unser Bett, wo uns die Schnaken dank Mückenabwehr in Ruhe lassen.

Achja, fast hätten wir's vergessen: Nach dem Essen kommt Rudi, der Mann von Marlice, mit einem süßen Pavian-Baby samt Fläschchen und Windel an, welcher sogleich für die Kamera Modell steht.

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