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Dienstag 19.10.2004
Der Tag beginnt für Harald gegen 7.00 Uhr, denn es gibt noch etwas Tagebuch nachzuholen. Gegen 7.45 Uhr wird gefrühstückt und anschließend alles wertvolle für die Wüste verpackt. Der feine rote Staub der Namib hat schon so manche Kamera, etc. gekillt, weshalb Laptop, Backup-Festplatte und der Rucksack mit dem 500er in Plastiksäcke verpackt werden. Hierzu sind extra ein paar gelbe Säcke mit uns auf Reisen gegangen. Danach verabschieden wir uns und fahren zur Lagune. Ungewöhnlicher Weise schaut die Sonne schon vorbei und der Nebel hat sich sehr früh verzogen. Vielleicht gibt's doch noch ein paar Pelikan- und Flamingo-Fotos. Doch leider entdeckt Sonja im linken Vorderreifen einen fetten Dorn, so dass wir uns leider gleich wieder von der Lagune verabschieden und einen Reifenservice aufsuchen. Dort wird das gute Stück geflickt und gegen das Reserverad getauscht. Zur Sicherheit werden auch noch alle anderen Reifen gecheckt und aufgepumpt, so dass wir uns mit zwei Stunden Verspätung auf den Weg zur Namib machen.
Der Weg dorthin verläuft zum Glück recht ereignislos. Einzig ein völlig ausgeräumtes Autowrack im Straßengraben, einige recht kurvige und steile Passsträßchen und den Regen, der uns teilweise begleitet, gilt es zu erwähnen. Auch der Himmel sieht nicht gerade so aus, wie man ihn sich in der Wüste vorstellt.
Nach einem kurzen Tankstop in Solitaire kommen wir gegen 17.30 Uhr in Sesriem an. Die Eincheck-Prozedur ist schnell erledigt, auch wenn die Dame an der Rezeption mal wieder vor Arbeitslust und Freundlichkeit "überquillt". Aber der Campingplatz ist ja auch staatlich ;-)
Beeindruckend sind auf jeden Fall die beiden 19 Zoll Racks vollgestopft mit EDV-Hardware, die im kleinen Büro der Rezeption stehen. Wozu sie in einem 1-Personen Büro wohl gut sind?
Danach geht es zu unserem Campingplatz. Ein großer Kameldornbaum lädt uns ein, unser Zelt in seinen Schatten zu stellen. Noch schnell eine Ebene und steinfreie Stelle gesucht und von allen Dornen befreit und schon wird das Zelt ausgepackt und aufgestellt. Nach ca. 25 Minuten steht das gute Stück und wir sind Stolz, ein uns unbekanntes Zelt so fix auf die Beine bekommen zu haben.
Jetzt ist auch schon die Sonne am untergehen und während Sonja das Abendessen aus frischem Brot und Corned Beef zubereitet, macht Harald noch ein paar Fotos in der Abendsonne.
Danach wird gemütlich bei Kerzenschein das leckere Brot und noch etwas Obst verdrückt, worauf wir, von einem 10m entfernten Schakal beobachtet, müde in unsere Schlafsäcke kriechen und uns noch ein Kitkat schmecken lassen. Danach folgt ein mehr oder weniger ruhiger Schlaf, denn Sonja hört so ziemlich jedes Tier, das wir bislang in Afrika gesehen haben, ums Zelt schleichen ;-)
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